Den Komposthaufen richtig anlegen: So entsteht wertvolle Erde ganz von selbst

Wer einen Garten hat, produziert staendig organische Abfaelle: Rasenschnitt, Laub, Kuechenreste. Statt diese zu entsorgen, koennen Sie daraus kostenlos die beste Erde fuer Ihre Beete gewinnen. Ein gut gefuehrter Komposthaufen verwandelt Abfall in dunklen, naehrstoffreichen Humus. So legen Sie ihn richtig an.
Den passenden Standort waehlen
Der Komposthaufen gehoert an einen halbschattigen Platz, geschuetzt vor praller Sonne und Dauerregen. Direkter Bodenkontakt ist wichtig, damit Wuermer und Mikroorganismen einwandern koennen. Ein Platz in der Naehe des Gemuesebeets spart Ihnen spaeter lange Wege.
Die richtige Mischung macht es aus
Guter Kompost braucht ein Gleichgewicht aus zwei Arten von Material:
- Gruenes Material wie Rasenschnitt, Gemuesereste und frischer Pflanzenabfall liefert Stickstoff.
- Braunes Material wie Laub, Aeste und Karton liefert Kohlenstoff und sorgt fuer Struktur.
Ein Verhaeltnis von etwa der Haelfte braun zur Haelfte gruen funktioniert gut. Schichten Sie die Materialien abwechselnd auf, damit genug Luft an die Masse gelangt.
Was nicht auf den Kompost gehoert
Gekochte Speisereste, Fleisch und Fisch locken Ratten an und sollten draussen bleiben. Auch kranke Pflanzen und Unkraut mit Samen gehoeren nicht hinein, weil sich Krankheiten und Wildwuchs sonst weiterverbreiten.
Pflege fuer schnellen Erfolg
Halten Sie den Haufen leicht feucht, aber nicht nass. Bei Trockenheit giessen Sie etwas Wasser darueber. Einmal im Monat sollten Sie den Kompost umsetzen, also umschichten. Das bringt Sauerstoff hinein und beschleunigt die Verrottung deutlich.
Geduld zahlt sich aus
Nach etwa sechs bis zwoelf Monaten ist aus Ihren Abfaellen krümeliger, dunkler Humus geworden, der herrlich nach Waldboden riecht. Diese selbst gemachte Erde ist ein hervorragender Duenger fuer Beete, Topfpflanzen und Rasen – voellig kostenlos und nachhaltig.