Den richtigen Dübel finden: Eine kleine Materialkunde
Ein Bild oder ein Regal hängt erst dann sicher, wenn der passende Dübel in der richtigen Wand sitzt. Wer hier zum falschen Modell greift, riskiert ausgerissene Löcher und herabfallende Gegenstände. Dabei ist die Auswahl einfacher, als viele denken, sobald man die Wand und die Last richtig einschätzt.
Erst die Wand bestimmen
Klopfen Sie an die Wand und hören Sie genau hin. Klingt es massiv, haben Sie es mit Beton oder Vollziegel zu tun. Klingt es hohl, steckt meist eine Gipskartonplatte dahinter. Diese Unterscheidung ist entscheidend, denn beide Wandtypen verlangen völlig unterschiedliche Dübel.
Der richtige Dübel für jede Wand
- Beton und Vollziegel: Ein klassischer Spreizdübel hält hier hervorragend und trägt auch schwere Lasten.
- Lochziegel und Hohlblock: Hier sind spezielle Hohlraumdübel gefragt, die sich hinter der Wand verspreizen.
- Gipskarton: Greifen Sie zu Hohlraumdübeln aus Metall oder selbstbohrenden Modellen, die sich fest verkrallen.
Das passende Loch bohren
Wählen Sie den Bohrer immer exakt im Durchmesser des Dübels. Ein zu großes Loch hält nie zuverlässig. Bei Beton arbeiten Sie mit Schlagbohrer oder Bohrhammer, bei Gipskarton genügt ein normaler Bohrer ohne Schlag, damit die Platte nicht ausbricht. Blasen Sie den Bohrstaub aus dem Loch, bevor Sie den Dübel einsetzen.
Wenn Sie diese drei Schritte beachten, hält Ihre Befestigung viele Jahre. Im Zweifel wählen Sie lieber einen Dübel eine Nummer stärker und prüfen vor dem Bohren mit einem Leitungssucher, ob an dieser Stelle Strom oder Wasser verläuft.